Freitag, 2. Oktober 2015

Zeit rennt / Freundschaften

Immer wieder nehme ich mir vor, einen neuen Beitrag zu schreiben. In Gedanken habe ich den Text auch meist schon verfasst, aber am tatsächlichen Schreiben hängt es dann immer, denn so richtig Zeit dafür habe ich nur, wenn ich mit dem Mäuslein im Bett liege. Aber da ist nur das Handy zur Hand und auf dem Handy finde ich es arg mühselig, Texte zu schreiben. Nun ja.

Was mich momentan etwas umtreibt, sind Freundschaften. Eine richtige innige beste Freundin, mit der man alles machen kann und mit der man alles bequatschen kann, hatte ich irgendwie nie. Auch wenn ich mir so jemanden immer gewünscht habe. Schlussendlich muss das ganz offensichtlich an mir liegen, denn nur ich habe so jemanden nicht. Also muss ja offenbar bei mir das Problem liegen. Oder nicht?

Meine Freundinnen haben alle schon lange vor mir Kinder bekommen. Die sind mittlerweile schon 6, 7 und auch 10 Jahre alt. Die zweiten Kinder bei denen sind 2, 4 und älter. Irgendwie dachte ich immer, dass wenn ich dann auch ein Kind habe, man sich dann auch wieder näher kommt, weil man dann ja wieder mehr gemeinsam hat, aber das ist nicht der Fall. Selbst kleine Altersunterschiede der Kinder von 1 oder 2 Jahren machen so viel aus, dass die Gesprächsthemen nicht so locker flockig kommen wie erhofft. Und immer habe ich das Gefühl von "na das kommt schon noch, du wirst schon noch sehen, warte es nur mal ab" Bevormundungen. Als ob ich als total unwissend und unerfahren angesehen würde. Warum? Bilde ich mir das nur ein oder denken die wirklich so?

Von einigen höre ich solche Floskeln tatsächlich, bei anderen habe ich nur das Gefühl, dass sie das denken. Sind denn da draußen nicht auch irgendwo Damen, die vielleicht auch noch ne gute Freundin suchen und meine Interessen, Erfahrungen, Gefühle teilen? Es kann doch nicht sein, dass ich da die einzige bin. Oder?

Einziger Trost für mich ist da immer wieder meine Familie, mit der ich sehr gerne viel Zeit verbringe und die sozusagen auch meine Freunde sind, mit denen ich fast alles bequatsche und auf die ich mich immer verlassen kann.

Mittwoch, 2. September 2015

Urlaub mit Freunden

Endlich Urlaub. Zwei Wochen mit meinem Mann, unserem Mäuslein und einem befreundeten Pärchen und deren 2,5-jähriger Tochter. In Schweden. Geplant ist dieser Urlaub schon seit 2 Jahren. Doch erst passte es zeitlich bei unseren Freunden nicht, dann war ich schwanger (mit Komplikationen) und wollte nicht so weit weg fahren. Und nun sind wir endlich hier. Es ist schön, aber auch irgendwie anstrengend, sich auf jemand anderen einzustellen. Hatte ich mir so nicht vorgestellt. Aber so ist es nun. Wir haben auch viel Spaß miteinander. Trotzdem ist es für mein Empfinden anstrengender als alleine (in Familie).

Und dann die große Neuigkeit - sie ist wieder schwanger. Hat früh, vorm Frühstück, den Test gemacht und der war positiv. Ihre Freude war verhalten, auch wenn sie etwas anderes sagen. Ich wäre ausgeflippt vor Freude, wenn ich erneut einen positiven Test in den Händen halten würde. Aber auch da ist offenbar jeder anders. Ich freue mich jedenfalls für sie und bin gespannt, was es diesmal wird.

Freitag, 7. August 2015

Vollzeit? Teilzeit? Telearbeit?

Kürzlich hatte ich ein sehr angenehmes Telefonat mit meinem Chef. Er hatte mich an meinem Geburtstag versucht zu erreichen. Da aber mein Handy auf lautlos gestellt war, habe ich seine Anrufe leider verpasst. Einige Tage später hatte ich ihn zurückgerufen, aber da war er nicht erreichbar. Die Tage nun klappte es dann doch und ich hatte ihn am Telefon.

Er hat sich sehr über meinen Anruf gefreut und mir noch nachträglich zum Geburtstag gratuliert. Und dann sprach er meine Rückkehr an, ob es denn dabei bliebe, dass ich im Januar wieder arbeiten komme. Ich bejahte, fragte aber gleich, ob es möglich wäre, die ersten zwei Januarwochen noch Urlaub zu nehmen wegen der Eingewöhnung des Mäusleins in die Krippe. Er sagte, das wäre überhaupt kein Problem.

Und dann kam die Frage, vor der mir am meisten graute. Ich wollte wissen, ob es okay ist, wenn ich dann erst mal nur verkürzt arbeiten gehen würde. Er sagte sofort, dass auch das kein Problem sei. Er empfahl mir jedoch mal drüber nachzudenken, ob nicht vielleicht auch Telearbeit für mich in Frage käme. Ich könnte zum Beispiel vormittags im Büro sein und nachmittags von Zuhause aus arbeiten. So könnte ich mir meine Arbeit selbst einteilen und könnte trotzdem voll arbeiten, was ja auch unserem Geldbeutel zu Gute käme.

Nun habe ich ein großes Problem, denn wir haben in unserer Wohnung keinen Platz für einen Schreibtisch/Arbeitsplatz. Ich bin also seit diesem Telefonat mal wieder mächtig am Grübeln, was ich denn nun tun soll. Vollzeit? Teilzeit? Telearbeit? Mein Chef steht auf jeden Fall hinter mir, egal wie ich mich entscheide.

In eine größere Wohnung ziehen, ist finanziell eigentlich nicht drin. Außerdem gefällt uns unsere Wohnung. Aber hier kann ich definitiv keinen richtigen Arbeitsplatz einrichten. Also doch Teilzeit arbeiten gehen und dafür ins Büro fahren?  Ich weiß es nicht. Eigentlich würde ich ja gern was ganz anderes machen. Vielleicht etwas Kreatives? Aber was? Und wo? Ich weiß momentan diesbezüglich einfach nicht weiter.

Montag, 27. Juli 2015

5 Minuten Zeit

Es kommt recht selten vor, aber es gibt sie... mal 5 Minuten Zeit für mich. Mein Mann steht in der Küche und bereitet das Abendessen vor und das Mäuslein liegt in seinem Ställchen, lutscht an den Bändchen vom Nestchen und lauscht der Kindermusik, die hier tagein tagaus läuft. Und ich habe kurz Zeit, um mal wieder von mir hören zu lassen.

Eigentlich geht es mir gut. Ich freue mich auf unseren Urlaub, der bald ansteht. Trotzdem geistern mir immer wieder sehr viele Sachen im Kopf herum, die eigentlich mal erledigt werden müssten. So zum Beispiel die Steuererklärung für letztes Jahr. Ich hatte eine Fristverlängerung beantragt, aber auch die läuft bald ab und ich hab noch nicht mal angefangen. Kann mich einfach nicht aufraffen, denn dafür brauche ich mehr als nur eben mal 5 Minuten und gerade daran scheitert es momentan einfach. Also schiebe ich es weiter vor mir her. Dazu kommt, dass unsere Internetverbindung derzeit sehr wackelig ist und einen Verbindungsabbruch brauche ich bei sowas nun wirklich nicht. Nun ja.

Und schwupp, sind meine 5 Minuten schon wieder um und ich werde von Kind und Mann gerufen ;-)

Dienstag, 21. Juli 2015

8 Monate

Heute ist unser Mäuslein genau 8 Monate alt. Wow, wo ist die  Zeit nur hin? Hatte ich nicht eben noch geschrieben, dass der kleine Mann fast 7 Monate ist? Und nun ist schon wieder ein ganzer Monat weg? Irre. Die Zeit rast.

Mittlerweile sitzt er zum Essen mit uns am Tisch und probiert alles, was wir auch essen. Pfirsich, Gurke, Rührei, Brot... alles, was er irgendwie halten und sich in den Mund schieben kann. So richtig satt wird er vermutlich von den paar Krümeln, die er tatsächlich schluckt, wahrscheinlich noch nicht, aber ich stille ihn ja auch noch, sodass er nicht hungern sollte. Und wenn ich die Speckbeine und den Bauch so sehe, denke ich auch nicht, dass er das tut.

Vom Bauch auf den Rücken dreht er sich immer noch nicht. Wenn, dann ist das eher mal Zufall und er ist dann auch immer noch recht erschrocken. Krabbeln ist auch noch nicht. Er hebt zwar den Hintern und schaukelt vor und zurück, aber bisher kann er sich nur rückwärts schieben. Ist er dann irgendwo angelangt, wo es nicht weiter geht, dann zetert er rum.

2 Zähne hat das Mäuslein inzwischen, vorn unten. Die kamen vor ca. 3 Wochen. Samstag der eine und Sonntag der andere Zahn. Und die sind ganz schön spitz. Mein lieber Mann. Das tut ordentlich weh, wenn er sich da mal meinen Finger greift, in den Mund schiebt und dann zu beißt. Von den übrigen Zähnen ist noch nichts in Sicht, aber momentan sabbert er, was das Zeug hält und kaut auf allem ununterbrochen herum.

Weinerlich ist er seit Sonntag. Will ständig bei mir sein, am besten auf dem Arm. Auf keinen Fall darf ich außer Sichtweite gehen. Da fängt er sofort an zu krähen. Ich vermute, es ist mal wieder ein Schub. Mal sehen, was er gerade neues lernt. Es bleibt spannend... hihi.

Ansonsten ist unser Mäuslein absolut großartig. Ein Sonnenschein, den alle lieben. Und ich ganz besonders. Ein Leben ohne ihn ist für mich völlig undenkbar geworden. Ich möchte keinen Tag mit ihm missen. Ich liebe ihn über alles.

Montag, 20. Juli 2015

Geburtstag

Zwischenzeitlich hatte ich mal wieder Geburtstag. Meine Eltern sind wie fast jedes Jahr an diesem Tag im Urlaub, aber das ist nun mal das Los, wenn man in den Sommerferien Geburtstag hat und die Eltern mit ihrem Urlaub an die Ferien gebunden sind. Dennoch war es ein wunderschöner Tag. Ich hab tolle Geschenke bekommen. Meine Schwiegereltern und meine Großeltern waren da. Und einen Tag später kam auch noch mein Bruder mit seiner Freundin und seiner Tochter. Auch das war sehr schön.

Am nächsten Tag waren wir dann mit meiner Freundin und ihrer Familie zum Kaffeetrinken verabredet und als wir so da saßen und quatschten, kamen nach und nach auch noch die anderen 2 Freunde-Familien (die ebenfalls zu dieser "Clique" gehören) dazu. Ich war total überrascht und habe mich riesig gefreut. Leider war unser Mäuslein an diesem Tag nicht so gut drauf, sodass wir direkt nach dem Kaffeetrinken wieder abgehauen sind, aber dennoch war es eine wundervolle Überraschung.

Dienstag, 16. Juni 2015

Die ersten Tage, Wochen, Monate

Die ersten Tage mit unserem Mäuslein waren auf der einen Seite großartig. Es war ein wunderbares Gefühl, dieses kleine Wesen in den Armen zu halten, zu kuscheln und zu küssen. Das Stillen klappte gut. Es war einfach toll.

Auf der anderen Seite machten wir uns große Sorgen, denn die Zuckerwerte des Mäusleins waren zu niedrig, die Gelbsuchtwerte dafür zu hoch. Wir musste zufüttern und das Mäuslein musste eine Nacht in den Inkubator. Wir mussten 2 Nächte länger im Krankenhaus bleiben als üblich und die dann folgenden 2 Tage noch jeweils zum Check der Gelbsuchtwerte.

Doch alles entwickelte sich prima. Das Mäuslein trank ordentlich, nahm gut zu und so überstanden wir auch diese schwierige erste Zeit.

In den ersten Monaten hatte das Mäuslein in den späten Nachmittags- und frühen Abendstunden immer wieder Bauchweh. Wir trugen es viel herum (meist im Fliegergriff), massierten das Bäuchlein und kuschelten viel. Und so gingen auch diese Zeiten vorüber.

Mittlerweile ist das Mäuslein nun schon fast 7 Monate alt und ich möchte keinen einzigen Tag davon missen. Er ist so niedlich, wenn er schlafend neben mir liegt und diese Schmatzgeräusche macht, wenn er an meiner Brust trinkt und dabei so zufrieden aussieht. Wenn er lacht, weil man Quatsch mit ihm macht oder ihn durchkitzelt. Wenn er anfängt zu schimpfen, weil er sich mal wieder auf den Bauch gedreht hat, aber nicht von alleine zurück auf den Rücken kommt. Er ist einfach großartig und ich liebe ihn von ganzem Herzen.